Header HSG

2. Männer: Zehn Minuten Kampf bescheren Last-Minute-Punkt

  • Kategorie: 2. Männer
  • Veröffentlicht: Mittwoch, 28. November 2018 12:07
  • Geschrieben von Johannes Hohmann

HSG Goldstein/Schwanheim II – FTG Frankfurt 26:26 (13:15)

Am vergangenen Sonntag, 25.11.2018 gastierte die FTG Frankfurt bei der 2. Mannschaft der HSG Goldstein/Schwanheim. Nachdem man in den vergangenen vier Partie entweder mit einem Tor gewonnen oder verloren hatte bzw. ein Unentschieden erspielte, wollte man gegen die FTG Frankfurt, welche der direkte Tabellennachbar der HSG ist, einen Heimsieg holen um den Abstand auf sie zu verkürzen. Um dies zu erreichen, setzte Trainer Schmitt auf eine erfahrene Startaufstellung mit Meiser und Deeg, welche nach einer kleinen Pause in der Vorwoche wieder in den Kader rutschten.

Den deutlich besseren Start in die Partie hatten die Hausherren. Mit Jackson, Friederich, Deeg, Hohmann und Lange trugen sich, beim Spielstand von 5:1 in der 9. Spielminute, direkt fünf Spieler der Startaufstellung in die Torschützenliste ein. Neben einer soliden Chancenverwertung war wieder einmal eine gute Abwehrleistung die Basis für den starken Beginn der HSG. Leider konnte man im Anschluss die Konzentration nicht weiter hochhalten und ermöglichte es der FTG über drei einfache Tore wieder den Anschluss an die Hausherren zu knüpfen. Bis in die 18. Spielminute war die HSG stets einen Ticken besser in der Partie, wodurch sich die Männer in grün immer wieder ein Tor vorlegten. Eine 2-Minutenstrafe führte jedoch dazu, dass die FTG einen kleinen Zwischenspurt ansetzen konnte und sich erstmalig in der Begegnung mit zwei Toren absetzten konnte (8:10). Dieser Abstand hatte auch bis zum Pausenpfiff bestand und beide Mannschaften gingen beim Stand von 13:15 in die Kabinen.

Wieder zurück auf dem Feld wollte zunächst nicht viel funktionieren. Einfache Ballverluste und unkonzentrierte Abschlüsse führten dazu, dass die Gäste ihren Vorsprung nach und nach ausbauen konnten. Das Resultat war eine 4-Toreführung für die Gäste binnen vier Minuten in Durchgang zwei. Zwar konnte die HSG immer mal wieder den Vorsprung verringern, die FTG hatte jedoch häufig eine prompte Antwort und konnte somit den Vorsprung bis in die 46. Minute aufrecht erhalten. Häufiges Problem für die Deckung der Hausherren bildete der starke Rückraum der Gäste um den Halblinken Schraven, welcher zu selten konsequent genug beim Abschluss gestört wurde und somit sich mit neun Treffer in die Torschützenliste eintragen konnte.

Ab Spielminute 47 nahm die Partie nochmal Fahrt auf. Man konnte spüren, dass der Wille der Hausherren noch nicht gebrochen war und diese aus der Partie Zählbares mitnehmen wollten. Mit einer deutlich besseren Körpersprache und der Motivation in den letzten Minuten der Partie nochmal alles in die Waagschale zu werfen, zeigte man eine kämpferisch starke Leistung. So kam es, dass zunächst zwei Treffer durch Fischer und Lange den Vorsprung der Gäste auf zwei Tore verringerte (21:23). Zwar konnte die FTG auch in dieser Situation noch ihre Treffer erzielen, allerdings machte man es den Gästen deutlich schwieriger zum Abschluss zu kommen. Mit viel Willen traf die HSG in der 55. Minute erneut zum Ausgleich, wodurch die Partie quasi auf Anfang gesetzt wurde. Vor allem Lux im Tor der Hausherren zeigte bei der Aufholjagt eine über weite Strecken starke Leistung und ermöglichte so seiner Mannschaft den Schlussspurt. Schlussendlich konnte man beim Stand von 26:26 in der letzten Minute den Angriff der Gäste abwehren und kam somit nochmal in Ballbesitz. Trainer Schmitt nutzte umgehend sein Team-Timeout um den entscheidenden Angriff zu besprechen. Zwar konnte die Mannschaft die besprochenen Abläufe im Angriff in den letzten 20 Sekunden noch umsetzten, der Siegtreffe fiel jedoch nicht mehr.

Am Ende ist das ein gewonnener Punkt für die HSG. Zwar war auch in dieser Partie mehr drin, betrachtete man die ersten und letzten zehn Minuten der Begegnung, allerdings konnte man über weite Strecken keine Konstanz im Angriffs und Deckungsspiel an den Tag legen. Jedoch hat auch diese Partie erneut gezeigt, dass man sich in dieser Liga nicht verstecken muss und gegen jeden bestehen kann. Jedoch muss dafür eben diese Konstanz und die Kaltschnäuzigkeit beim Abschluss noch erarbeitet werden um effektiv auch Punkte verbuchen zu können.

Für die HSG G/S II spielten (Tore/ davon 7-Meter): Lux und May im Tor; J. Praml, Jackson (2), Neubauer, Deeg (1), Friederich (8/1), Fischer (1), Meiser, D. Praml, Voß, Lange (9/3), Berger, Hohmann (5)

Für die FTG trafen (Tore/ davon 7-Meter): Oberdieck (1), Wittenhorst (4), Roales-Welsch (1), Scheurich (6), Schwarz (1), Werdier (2), Beck (2), Schraven (9)

Siebenmeter: HSG 5/4 – FTG 5/3
Zeitstrafen: HSG 2 – FTG 4
Besondere Vorkommnisse: keine
Schiedsrichter: Horst Schüßler