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1. Damen: Wenn der Wurm einmal drin ist

  • Kategorie: 1. Frauen
  • Veröffentlicht: Dienstag, 13. März 2018 11:25
  • Geschrieben von Jens Wagner

Landesliga Mitte: TV Idstein - HSG Goldstein/Schwanheim 28:20 (16:12)

Eignetlich sollten es die vermeintlich "leichteren" Spiele in dieser Saison sein, gegen die Mannschaften aus Gettenau, Griedel und Idstein, alles Mannschaften aus dem unteren Tabelledrittel. Doch genau in diesen Spielen konnten die HSG schon in der Hinrunde nicht überzeugen und nun ist seit knapp 3 Wochen richtig der Wurm drin.

"Die Mannschaft trainiert gut und meist vollzählig, doch wir können es am Wochenende einfach nicht umsetzen."

Schon beim Sieg in Gettenau war nicht alles Gold was glänzt und beim Heimspiel gegen Griedel war die hohe Anzahl an technischen Fehlern, nur duch die schlechte Wurfquote zu übertreffen. Die mangelnde Konzentration war nicht nur in den Schlussminuten gegen Griedel deutlich sichtbar. 

Gegen Idstein war der Wille sowohl in der Abwehr als auch im Angriff erkennbar, doch von Beginn an die Fehlerquote viel zu hoch. Dagegen lief es für den Aufsteiger wie am Schnürchen, im Angriff war fast jeder Wurf ein Treffer und in der Abwehr ließen die beiden Unparteiischen der kämpferischen Gangart freien Lauf.

Bis zum 10:9 in der 20. Minute entwickelte sich ein völlig offenes Spiel, bei dem Idstein durch ihren Wurfgewaltige Rückraum immer wieder zum Torerfolg kommen konnte, wobei die Gäste hingegen es immer wieder spielerisch zu lösen schafften. Anschließend erhöhte sich dann die Fehlerquote der HSG weiter und Idstein setzte sich innerhalb von 5 Minuten auf 14:9 ab. Bis zur Pause konnten die Gäste nochmal auf 16:12 verkürzen.

In der 2. Halbzeit war es dann vor allem die schlecht Wurfquote die ein besseres Ergebnis verhinderte. In der Abwehr wurde die Aggressivität nun besser angenommen und auch die Torhüter kamen ins Spiel. Doch im Angriff ist bei der HSG Goldstein/Schwanheim derzeit einfach der Wurm drin, bis zur 44. Minute fielen auf beiden Seiten lediglich jeweils zwei Tore zum Zwischenstand von 18:14. 

"Wir müssen jetzt zwingend den "Reset" Knopf finden und wieder an unsere Qualitäten glauben welche wir vor allem gegen die Topteams auch schon gezeigt haben. Die Mädels brauchen dringend wieder Selbstbewusstsein"

Idstein konnte sich dann durch 5 Tore in Folge auf 23:14 in der 48. Minute absetzen. Aber selbst dann kämpften die Gäste unermütlich weiter, beim 23:18 in der 54. Minute war nochmal ein Funken Hoffnung da, doch es sollte an diesem Tag einfach nicht klappen. Nachdem in dieser Phase dann auch noch zwei klare Fouls beim Tempogegenstoß nicht gepfiffen wurde ergab man sich seinem Schicksal.

"Der Wille war da, das kann ich niemanden Vorwerfen. Die Mädels brauchen einfach ein Erfolgserlebnis und dann können sie hoffentlich wieder ihr volles Potential abrufen."

Es spielten: E. Porceddu und N. Eick im Tor; J. Sitzius (1), J. Beuth, K. Lubina (1/1), M. Portakal (1), K. Bulic (4), S. Schmidt (2), N. Fäth (5), P. Döppner, A. Sauer (1/1), E. Wittchen (4), N. Sitzius (1)