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2. Frauen: 2 Punkte trotz unterirdischer Trefferquote

  • Kategorie: 2. Frauen
  • Veröffentlicht: Montag, 11. März 2019 18:38
  • Geschrieben von Imke Burhop

TuS Nordenstadt - HSG Goldstein/Schwanheim II 13:17 (5:8)

Am Sonntag, den 10.03.19, mussten sich die zweiten Damen der HSG Goldstein/Schwanheim bei der TuS Nordenstadt in Wiesbaden beweisen. Ein Rückblick in die letzten Partien gegen diesen Gegner zeigt viele Höhen und Tiefen; nicht immer konnte die HSG G/S die Nordenstädter Damen besiegen. Das erst im Januar 2019 stattfindende Nachholspiel der Hinrunde weckte aber Hoffnung, denn dieses konnten die Handballerinnen aus Frankfurt recht deutlich mit 23:16 für sich entscheiden.

Moritz Adler erwartete von seiner Mannschaft eine stabil stehende Deckung, so wie sie bereits in den letzten Spielen konstant bewiesen werden konnte. Er forderte aktive Beine, Verschiebungen der Positionen und insbesondere das Auge auf den Kreisläufer, den die Nordenstädterinnen gerne ins Spiel bringen. Auch erinnerte er an die Mittespielerin, die mit vielen unterschiedlichen Laufwegen ihre Mannschaft in Szene setzt und dabei gerne ihre eigenen Lücken nutzt. Mit Beachtung dieser Hinweise sah er in der Defensive für die HSG gute Chancen, Bälle herauszuspielen, die in direkte Tempogegenstöße verwandelt werden sollten. Im Angriff verlangte Adler auch für diese Partie wieder viel Geduld – was der HSG  teilweise noch zu oft fehlt.

Die Abwehr zeigte größtenteils genau das, was verlangt war. Die HSG G/S stand sehr kompakt und ließ den Damen aus Wiesbaden kaum Chancen, frei auf das Tor zu werfen. So waren die Gegner oft gezwungen, aus dem Rückraum zu werfen, wovon sie wenige Würfe verwandelten – meistens, weil Alex Lehmann stark gehalten hat. Oft konnten sich die zweiten Damen auch Bälle abfangen und herausspielen, verwandelten diese dann leider aber nicht im Angriff. Und genau das war am Wochenende auch das größte Manko: Die Trefferquote. Sehr viele Würfe, meistens sogar ganz freie, landeten nicht da, wo sie landen sollten, sodass sich die HSG für die herausragende Defensivarbeit mal wieder nicht belohnte. Das beweist insbesondere auch die 7Meter Quote: von 15 Strafwürfen wurden mit 7 Toren nicht mal 50% der Würfe getroffen.

Nichtsdestotrotz konnte die HSG konstant führen; in der ersten Halbzeit schwankte die Führung immer zwischen 2 und 3 Toren, was im Handball schnell aufholbar ist und daher in der zweiten Halbzeit noch weiter ausgebaut werden sollte. Die Mannschaften trennten sich mit dem Halbzeitstand von 5:8 – auch an diesem Ergebnis erkennt man die starke Abwehrleistung, aber die Schwäche im Abschluss. Durch einen Anschlusstreffer von Melanie Landgrebe nach dem Start der zweiten Hälfte baute sich die HSG erstmals eine 4-Tore Differenz auf. Diese wurde nach 8 Minuten kurzzeitig einmal kritisch (8:10), dann aber wieder aufgebaut und auf 10:15 erhöht (51. Minute). Hier war der Sieg in greifbarer Nähe und der Tabellenführer aus Frankfurt beendete die Partie mit 13:17 und zwei weiteren, sehr wichtigen Punkten auf dem Weg zur Meisterschaft.

Dennoch ist den Spielerinnen klar, dass der Abschluss sicherer werden muss. Das wird ab sofort härter im Training trainiert, damit die kommenden Spiele schneller entschieden werden können. Am kommenden Wochenende müssen sich die Damen gegen Bad Camberg beweisen und freuen sich sehr über zahlreiche Unterstützung.

Es spielten: Alex Lehmann im Tor, Eva Wittchen (6/1), Melanie Landgrebe (3/3), Sophia Pfeiffer (3/2), Julia Schreiber (2/1), Vanessa Biehn (1), Patricia Döppner (1), Verena Stork (1), Imke Burhop, Giulia Porceddu, Lakesha Marschik, Rebecca Rauschenberg, Selina Wiesner, Nahomi Yosef