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2. Frauen: Letzte Minuten entscheiden das Spiel

SV Bad Camberg – HSG Goldstein/Schwanheim 32:34 (20:19)

Am letzten Sonntag traf die 2. Damenmannschaft der HSG Goldstein/Schwanheim auf den SV Bad Camberg – ein Gegner, der den Damen nicht immer sehr leicht fiel. Schon immer waren die Partien gegen Camberg sehr torintensiv, was auch an diesem Wochenende erneut der Fall war: Insgesamt 66 Tore fielen in 60 Minuten; sicherlich 20 Torchancen wurden zusätzlich nicht genutzt.

Aber beginnen wir von vorne: Die HSG, die nach wie vor ohne Kopf der Mannschaft im Rennen steht, konnte bislang mit nur einer Niederlage die Saison gut meistern und ging mit 6:2 Punkten in die Partie. Bad Camberg hingegen steht ohne Punkte auf dem 12. Platz in der Tabelle. Im Spiel stand aus dem Grund die HSG als klarer Favorit auf der Platte, aber konnte keinen guten Start hinlegen. Schnell lag die HSG mit 1:5 zurück; Bad Camberg erkämpfte sich innerhalb von 2 Minuten mehrere Tore und setzte damit ein Zeichen an den amtierenden Meister.

Das Zeichen konnte Gott sei Dank genutzt werden, um aufzuwachen. Mit viel Tempo wechselten die Mannschaften die Seiten und die HSG zogen nach. Ab der 10. Minute war es ein Kopf-an-Kopf Rennen zwischen den Teams. Keine Mannschaft konnte sich groß absetzen; Bad Camberg schaffte es dennoch immer mal wieder die Führung zu erlangen (10:7, 15. Minute), und konnte das Spiel leicht dominieren. Die 3-Tore Führung zog sich durch die gesamte erste Halbzeit – erst am Ende konnte die HSG den Abstand verkürzen und mit dem Spielstand 20:19 in die Pause gehen.

In der Pause war sich die Mannschaft sicher, dass der Halbzeitstand viel zu hoch ist – 20 Gegentore bedeutet im Umkehrschluss eine nicht stabil stehende Abwehr. Die Lücken waren zu groß und die Camberger Mädels nutzten diese konsequent aus. Insbesondere kam deren Links-Außenspielerin einige Male zum Zuge und wenn sie sich selber nicht die Lücke nahm, haben dies danach die Halbe oder die Mitte gemacht. Die HSG wollte also vor allem den Fokus auf die Linke Seite der Gegner legen und die Lücken für Einläufer nicht mehr öffnen.

Gleichzeitig fassten die beiden Verletzten Spielerinnen, Melly und Seli, die derzeit die Führung der Mannschaft übernehmen, zusammen, dass viel zu viele Torchancen liegengeblieben sind. Das Erfolgsrezept für die zweite Hälfte war also klar: Mehr treffen und stabiler in der Defensive arbeiten.

In den ersten Minuten der zweiten Halbzeit wirkte der Vorsatz. Die HSG ging zum ersten Mal in dem Spiel in Führung (21:23, 37. Minute) und zeigte sich von einer anderen Seite. Leider hielt das nicht so lange an, denn mit 3 Gegentreffern in Folge wurde die Führung wieder ausgeglichen und genommen. Seitdem war es ein komplett ausgeglichenes Spiel. Bad Camberg zog die ganze Zeit mit einem Tor vor, und die HSG glich das Tor wieder aus. Erst durch den Treffer von Nahomi Yosef in der 56. Minute gingen die Favoriten das erste Mal wieder in Führung. Seitdem lag das Glück auf der Seite der HSG: Die letzten 4 Minuten waren unglaublich spannend, aber es waren die einzigen (wichtigsten) Minuten der Partie, die auf der Seite der 2. Damenmannschaft lagen.

Insgesamt zeigte das Spiel ein sehr gutes Zusammenspiel im Angriff, welches leider zu wenig mit Torerfolgen ausging. Eine fast 100%ige Verwandlungsquote hatte an dem Spieltag Vanessa Biehn, die mit 7 Treffern einen erheblichen Beitrag zum Sieg beisteuerte. Die Abwehr stand in einigen Teilen des Spiels zu offen und gab den Gegnern zu viele Chancen, Treffer zu erzielen. Daher steht Abwehrtraining und Treffen auf dem Plan für die Woche, um am kommenden Wochenende gegen den Landesliga Absteiger und Favoriten der Liga Oberursel anzutreten.

Es spielten (Tore): Alexandra Lehmann und Nina Eick im Tor, Sophia Pfeiffer (7/2), Vanessa Biehn (7), Lakesha Marschik (4), Nahomi Yosef (4), Patricia Döppner (4), Julia Schreiber (4/1), Eva Wittchen (2), Giulia Porceddu (1), Verena Stork (1), Imke Burhop